Riskante Firmenehen

Wie können Manager das Risiko bereits vor dem Closing bewerten?

Wie Manager ihre Erfolgschancen verbessern können analysiert die Erfolgsaussichten von Post Merger Integrations. Das wichtigste Ergebnis: Manager haben bei Firmenintegrationen mitnichten die gleichen Aussichten auf Erfolg; denn: M&A’s weisen unterschiedliche Risikoprofile auf, die die Erfolgschancen des Managements umfassend bestimmen.

Wie der Deloitte- PMI- Risiko- Index® aufzeigt, sind bei jeder sechsten Post Merger Integration die Erfolgschancen des Managements geringer als ein Prozent. Egal wie sehr sich das Management nach der Vertragsunterzeichnung auch anstrengen mag, der Misserfolg des Firmenzusammenschlusses ist bei diesem Typ gewissermaßen vorprogrammiert. Die Erfolgsaussichten, eine Partie Russisch Roulette zu überleben, sind für das betroffene Management damit um ein Vielfaches höher, als eine Post Merger Integration unbeschadet zu überstehen.

Die Post Merger Integration (PMI, zu deutsch: Integration nach einer Fusion) ist die Integrationsphase nach einer rechtlichen Zusammenlegung mindestens zweier Unternehmen, bei der Prozesse und Strukturen vereinheitlicht und Geschäftsbereiche auch organisatorisch zusammengelegt werden.


Auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen wurden folgende Ergebnisse herausgearbeitet: 
  • Konventionelle Due-Diligence-Prüfungen reichen nicht aus
  • Der traditionelle Due-Diligence-Dreiklang aus Finanzen, Recht und Steuern vernachlässigt die wichtigsten Post-Merger-Risiken.                                                                                                         
Das Management sollte deshalb ergänzend eine spezifische Merger Due Diligence durchführen.
Firmenehen scheitern an vier Risikoklassen
Synergie-, Struktur-, Mitarbeiter- und Projektrisiken stellen die größten Gefahren für eine erfolgreiche Firmenintegration dar und sollten deshalb bereits vor der Vertragsunterzeichnung detailliert analysiert werden.

Die Erfolgschancen des Managements hängen vom Risikotyp ab.
Firmenzusammenschlüsse folgen einem von vier typischen Risikoprofilen mit unterschiedlichen Erfolgswahrscheinlichkeiten: Mikado, Domino, Poker oder Russisch Roulette.
So verspricht der Domino-Typ mit 27 Prozent nur mäßige Erfolgsaussichten und der hochriskante Poker-Typ sogar nur eine 17-prozentige Erfolgswahrscheinlichkeit. Die katastrophalste Bilanz für das Management hat allerdings der Typ Russisch Roulette – dieser stellt 16 Prozent aller Fälle dar und verzeichnet eine Erfolgschance von nur einem Prozent.

Quelle: Juni 2010 – Deloitte- Studie